Milben
Der Stamm der Gliederfüßler wird unterteilt in Insekten, Krebse und Spinnentiere. Zu den Spinnentieren gehören neben Spinnen und Zecken auch die Milben. Es gibt verschiedene Arten von Milben: Raubmilben, Vorratsmilben, Hausstaubmilben
Der Anteil der Hausstaubmilben an der gesamten Milbenpopulation im menschlichen Wohnbereich, vor allem im Hausstaub, beträgt etwa 80%. Milben kann man wegen ihrer geringen Größe mit dem bloßen Auge in der Regel nicht erkennen. Meist sind männliche Milben kleiner als deren weibliche Artgenossen.
Milben haben die Fähigkeit, sich selbständig fortzubewegen. Sie wandern langsam, aber beharrlich. Das Hauptmotiv dafür ist neben dem Fluchtverhalten die Suche nach günstigeren ökologischen Bedingungen für einen dauerhaften Aufenthalt.
Die Hausstaubmilben durchlaufen fünf Entwicklungsstadien: Ei,Larve, Protonymphe, Tritonymphe, Erwachsenenstadium
Die wesentlichen Nahrungsquellen der Milben sind menschliche Hautschuppen und Mikroorganismen, vor allem Pilze. Außerdem scheinen Milben Allesfresser zu sein, da auch Nahrungsmittelprodukte, Pollen, Bakterien und pflanzliche Fasern in ihrem Magen-Darm-Trakt gefunden wurden. Raubmilben ernähren sich von anderen Milbenarten. Möglicherweise fressen sie auch Staubläuse und Silberfischen.
Die Körpermasse der Milben besteht zu 70 bis 80% aus Wasser. Hausstaubmilben sind poikilotherm, was bedeutet, dass sie dieselbe Temperatur wie ihre Umgebung annehmen. Die optimale Körpertemperatur der Milben liegt bei 25 –28°C. Der Gasaustausch der Milben findet durch die Körperoberfläche, statt.
Die Verbreitung von Hausstaubmilben ist stark abhängig von deren Lebensbedingungen wie Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Nahrung.
Hausstaubmilben kommen in der Regel häufiger in Altbauten als in Neubauten vor. Ältere Gebäude haben meist eine höhere Luftfeuchtigkeit, weshalb sich dort Milben leichter ansiedelen. Bevorzugte Lebensorte von Hausstaubmilben sind Betten, da dort sehr gute Voraussetzungen für ihre Entwicklung gegeben sind.
Das Vorkommen von Milben und Pilzen ist ubiquitär, das bedeutet, dass sie fast überall auf dem Erdball zu finden sind.

