Immunologie und Allergologie
Immunologie
Die Immunologie unterscheidet zwei Arten von Abwehrmechanismen, die unspezifische, angeborene sowie die spezifische, erworbene Abwehr. Die unspezifische Abwehr wird direkt beim Kontakt mit einem fremden Organismus oder einer Fremdsubstanz aktiv. Um Stoffe abzuwehren, die trotz der ausgeprägten Mechanismen der unspezifischen Abwehr von außen in den Körper eingedrungen sind, tritt das spezifische Immunsystem in Aktion.
Die äußere Haut ist bei der unspezifischen Abwehr von großer Bedeutung, da sie eine entscheidende Barriere für Fremdstoffe und Fremdorganismen darstellt.
Innere Oberflächen (Schleimhäute), die mit der Umwelt bzw. Stoffen aus ihr direkt in Kontakt kommen, finden sich im Respirations-, Gastrointestinal- und Urogenitalbereich. Diese Grenzschichten bilden, ähnlich wie die äußere Haut, sowohl physikalische als auch chemische Barrieren gegen das weitere Eindringen fremder Agenzien in den Organismus.
Das Komplementsystem im Blutplasma des Menschen umfasst in unterschiedlicher Menge, Wirksamkeit und Zusammensetzung mehrere der Abwehr dienende Plasmaproteine.
Natürliche Killerzellen sind zytotoxisch aktive Zellen. Sie entstehen wie Leukozyten aus den Stammzellen des Knochenmarks und reifen über sog. Nullzellen zu den natürlichen Killerzellen. Zu den immunkompetenten Zellen gehören zwei Arten von Lymphozyten, die T- und die B-Lymphozyten.
Allergologie
Allergie bezeichnet eine veränderte Reaktionsweise, wobei neben der gesteigerten auch die verminderte Immunreaktion gemeint sein kann.
Wichtig ist die genaue Abgrenzung von Allergien zu den sog. Pseudo-Allergien. Echte Allergien verlaufen über das spezifische Abwehrsystem. Es wird durch Antigene aktiviert, die im Falle einer Allergie als Allergene bezeichnet werden. Bei pseudo-allergischen Erscheinungen fehlt der spezifische immunologische Auslösemechanismus.
Allergiereaktionen können in verschiedene Typen eingeteilt werden, beispielsweise: Anaphylaktische Reaktion (Sofortreaktion), Zytotoxische Überempfindlichkeit, Immunkomplexe, Zelluläre Überempfindlichkeit (Spätreaktion), Granulomatöse Immunreaktion und Krankmachende Immunreaktion.
Häufige Krankheitsbilder einer Allergie sind die allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Asthma bronchiale. Krankheitsbilder der äußeren Haut ist beispielsweise die Nesselsucht oder Neurodermitis. Zu den Allergiesymptomen gehört der anaphylaktische Schock, eine lebensgefährliche Überempfindlichkeitsreaktion.
Allergien kann man durch verschiedene Methoden nachweisen, wie zB durch Hauttests (Pricktest, Scratchtest, etc.) oder durch Blutuntersuchungen. Außerdem gibt es Therapien, die ebenfalls angewandt werden können (medikamentöse Therapien, Elimination, Hyposensibilisierung). Aber auch alternative Therapien wie Akupunktur oder Homöopathie finden Beachtung.

