Anamnese - Diagnostik
Diagnostik
Es gibt mehrere Verfahren um eine Allergie nachzuweisen. Die Hauttests erfreuen sich großer Beliebtheit aber auch Blutuntersuchungen werden häufig angewandt. Hier zu spezielleren Methoden:
Anamnese
Die Anamnese beinhaltet die medizinische Ursachenforschung. Dabei sollen Atopiker – bei Kindern in der Regel die Eltern – über den Verlauf der allergischen Beschwerden genau Buch führen. Besonders der räumliche und zeitliche Bezug ist dabei für den Arzt von Interesse. Mit Hilfe sog. ›Symptom-Tagebücher‹ kann der Arzt erste Vermutungen über das gesuchte Allergen anstellen. Die daraus erhaltenen Befunde werden dann über weitere Tests abgesichert.
Anamnese: Suchtdiät
Eine Suchdiät sollte bei einer bestehenden Nahrungsmittelallergie unbekannter Genese durchgeführt werden. Dabei verzichtet der Patient zeitlich begrenzt auf bestimmte Nahrungsmittelgruppen. Bleiben allergische Erscheinungen aus, so besteht ein Verdacht gegen das ›ausgesetzte‹ Lebensmittel. Um sicher zu sein, wird nach zwei bis drei Wochen strikter Allergenelimination ein Provokationstest durchgeführt. Durch Zufuhr der vermuteten Allergene soll bewusst eine Überempfindlichkeitsreaktion ausgelöst werden.
Nicht nur bei Nahrungsmittelallergien, sondern auch bei anderen Überempfindlichkeitsreaktionen kann ein Provokationstest zur Absicherung der Ergebnisse eingesetzt werden. Die Allergene können dabei oral, parenteral oder auch durch Aufspritzen auf die Schleimhäute (Nase, Augen) zugeführt werden.
Anamnese: Provokationstest
Wegen der Gefahr, damit einen allergischen Schock auszulösen, wird ein Provokationstest nur dann angewendet, wenn mit anderen Testverfahren keine eindeutige Bestimmung des Allergieauslösers erfolgen konnte. Eine Schimmelpilz- oder Hausstaubmilbenallergie kann in der Regel durch andere Testmethoden nicht eindeutig bestimmt werden, so dass ein Provokationstest von vielen Ärzten und Wissenschaftlern angewendet wird.
Diagnostik: Gastroenterologische Diagnoseverfahren
Diagnoseverfahren im Gastrointestinaltrakt in Bezug auf Allergien kommen selten zum Einsatz. Zu den Verfahren zählen die bei anderen Magen-Darm-Erkrankungen verwendeten Untersuchungsmethoden, wie z. B. die Endoskopie. Nur bei Verdacht auf rein gastrointestinale Allergien sind weitergehende, aufwendige Diagnoseverfahren sinnvoll.
Diagnostik: Alternative Verfahren
Es gibt eine Reihe von alternativen Testverfahren, die außerhalb der Schulmedizin Anwendung finden. Zu ihnen gehören u. a. der zytotoxische Allergietest nach Black, Akupunktur nach Dr. Volk, Pendeln, Wünschelrutengehen, Haaranalyse usw. Alle diese Methoden sind wissenschaftlich nicht bestätigt und sollten vom Patienten sehr kritisch betrachtet werden.

