Das Blut - Lymphozyten

Das Blut

Natürliche Killerzellen sind zytotoxisch aktive Zellen. Sie entstehen wie Leukozyten aus den Stammzellen des Knochenmarks und reifen über sog. Nullzellen zu den natürlichen Killerzellen im Blut. Sie sind vor allem in Milz, Lymphknoten, Knochenmark und Blut zu finden.

Das Blut: Phagozytosezellen

Zu den Phagozytosezellen gehören Makrophagen und Granulozyten. Beide Zelltypen sind zur Phagozytose befähigt. Das bedeutet, dass sie Fremdstrukturen erkennen, diese an ihre Zellmembran binden und dann umschließen. Im Inneren der Zelle werden dann lysosomale Enzyme aktiv, die das aufgenommene Material abbauen und somit unschädlich machen.

Makrophagen stammen von im Blut zirkulierenden Monozyten ab. 4– 8% aller Blutleukozyten sind Monozyten, deren Ursprung in den Stammzellen des Knochenmarks liegt. Makrophagen zirkulieren direkt nach ihrer Entstehung im Blut und wandern erst nach 2–3 Tagen ins Gewebe, wo sie sich dann festsetzen. Viele Zellen dieser Art findet man in Leber und Milz. An Phagozytosekapazität übertreffen die Makrophagen alle anderen Zellen.

Das Blut: Unterscheidung der Phagozytosezellen

Es werden neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten unterschieden. Die Phagozytoseaktivität der neutrophilen Granulozyten ist weit höher als die der eosinophilen. Circa 60 % der Granulozyten sind neutrophile, die im Blut zirkulieren und bei einer Infektion ins Gewebe auswandern können. Basophile Granulozyten hingegen haben nicht die Fähigkeit, Phagozytose zu betreiben und sind im Gegensatz zu ihren ›Geschwistern‹ am spezifischen Abwehrsystem beteiligt. Sie speichern in ihren Granula Heparin und Histamin (Mediatoren), die bei allergischen Reaktionen eine bedeutende Rolle spielen.

Das Blut: Lymphozyten

Zu den immunkompetenten Zellen gehören zwei Arten von Lymphozyten, die T- und die B-Lymphozyten. Sie entwickeln sich aus lymphatischen Stammzellen, die in der frühen Fetalzeit in der Leber und später im Knochenmark zu finden sind. Nach der Bildung sogenannter Vorläuferzellen wandern diese teils in den Thymus, teils in das Knochenmark, wo sie sich vermehren. Während dieser Entwicklung werden die Lymphozyten geprägt, das heißt, sie erwerben die für ihre Art typischen Fähigkeiten. Lymphozyten, die im Thymus geprägt werden, bezeichnet man als T-Lymphozyten oder T-Zellen.

Lymphozyten, die ihre Prägung im Knochenmark erhalten, nennt man B-Lymphozyten oder B-Zellen. Beide Lymphozytenarten wandern mit dem Blut von den primären (Thymus und Knochenmark) zu den sekundären lymphatischen Organen (Lymphfollikel, Tonsillen, Lymphknoten und Milz).

Das Blut: T-Lymphozyten

Über 80 % der ca. 1012 Lymphozyten im Körper gehören zu den T-Lymphozyten. Sie bewirken die zelluläre Immunität. Außer in den sekundären lymphatischen Organen findet man sie im Blut- und Lymphsystem. Bei einem Antigen-Kontakt vermehren und differenzieren sie sich. Man unterscheidet zwei grundlegende Typen von T-Lymphozyten, die T-Gedächtniszellen und die T-Effektorzellen.

Das Blut: B-Lymphozyten 

Rezeptoren. Spezifisch bedeutet, dass nur ein bestimmtes Antigen zu einem bestimmten Rezeptor passt. Nach Kontakt der B-Lymphozyten mit Antigenen wandelt sich ein Teil davon in Plasmazellen um. Sie beginnen dann, Immunglobuline zu produzieren. Die Lebensdauer der Plasmazellen beträgt ca. 2 – 3 Stunden. Von allen Tochterzellen eines antigenstimulierten Lymphozyten werden Antikörper derselben Antigenspezifität produziert. Der andere Teil der B-Lymphozyten, der sich nicht in Plasmazellen umwandelt, wird zu langlebigen B-Gedächtniszellen, auch Memory-Zellen genannt.

Sie werden bei einem erneuten Kontakt mit dem gleichen Antigen unter Mithilfe von T-Helferzellen und Makrophagen wieder aktiv und geben ihre gespeicherten Informationen an andere B-Zellen weiter. Dies führt zu einer raschen Wiederaufnahme der Antikörperproduktion. Die Abwehrreaktion verläuft beim Zweitkontakt schneller und heftiger.

 

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