Gesundheit im Haus
Problemstellungen und Zielsetzungen
Allergien sind ein bedeutendes Gesundheitsproblem in der ganzen Welt,
vor allem in Industrieländern wie USA und Europa. Allein in der Bundesrepublik
Deutschland mit etwa 82 Mio. Einwohnern sind ca. 20 Mio.
Menschen von diesem Leiden betroffen, und ihre Zahl ist steigend. Demnach
gibt es hierzulande mindestens 15–20% ärztlich diagnostizierte
Allergiekranke, wobei die Schätzung der atopischen Erkrankungen im
Kindesalter bei über 30% liegt.
Die Hauptquelle allergischer Beschwerden sind Blütenpollen, die fast
zu jeder Jahreszeit Bestandteil der Luft sind, aber auch Allergene aus Pilzen
und Pilzsporen (s. Tabelle A15). In Tabelle A1 ist ein
sog. Pollenflugkalender abgebildet, der zeigt, wann hierzulande welche
Pollenarten in der Luft vorkommen können.
Neben den Blütenpollen spielen Innenraumallergene eine immer größere
Rolle. Grund dafür ist, dass ein Großteil unserer Bevölkerung über
95% der Zeit in umschlossenen Räumen (Häuser, Fahrzeuge) verbringt.
Hauptsächliche Allergenproduzenten, insbesondere in Wohnungen, sind
Pilze und Hausstaubmilben.
Da die Milbenthematik immer mehr an Bedeutung gewinnt und sowohl
Verbraucher als auch ein Großteil der Naturwissenschaftler und Ärzte
keine klare Vorstellung von der gesundheitlichen Gefahr dieser Kleinlebewesen
haben, sollen nachfolgend die Milben, insbesondere die Hausstaubmilben,
genauer abgehandelt werden. Dabei werden Möglichkeiten
zu deren Bekämpfung und Reduzierung aufgezeigt.

