Milben und Allergien
Die Milbe, vor allem aber die Hausstaubmilbe ernährt sich von abgefallenen Hautschuppen des Menschen. Milben leben direkt unter uns in Betten, Teppichen und Polstermöbeln. Ihr Kot wird von Menschen eingeatmet und kann Allergien wie zum Beispiel die Hausstauballergie auslösen. Hausstaubmilben finden in unseren Breitengraden die idealen Lebensbedingungen. Eine Hausstaubmilbe hinterlässt rund 24 Kotkügelchen am Tag. Im Leben einer Milbe summiert sich das Gewicht des Milbenkots auf etwa das 200-fache ihres Eigengewichts. Ein Kubikzentimeter, also etwa ein Teelöffel voll mit Staub, enthält bis zu 1500 Milben und 250.000 Milbenkotkügelchen. Die Hausstauballergie, die im Volksmund auch gerne nur Milbenallergie genannt wird, kann wenn sie unbehandelt bleibt, zu Folgeerkrankungen wie zum Beispiel Asthma führen.
Der Lebensraum von Milben
Der heutige, so genannte - zivilisierte - Mensch ist das vorläufige Endprodukt einer langen Evolutionskette unter Einschluss ständig fortschreitender Erkenntnisse und technischer Entwicklungen. Das Streben nach Schutz und Sicherheit führte im Laufe der Zeit zum Bau immer sichererer und - sterilerer - Häuser, bis hin zu den Wohnsilos unserer Großstädte. Diese bieten dem Menschen zwar Sicherheit und Schutz vor Natureinflüssen wie Temperatur und Witterung sowie vor Feinden, doch Vorteile bergen meist auch Nachteile oder Gefahren in sich. (Milben - Allergie).
Denn nicht nur der Mensch allein findet in diesen künstlich geschaffenen Bauten einen Lebensraum. Auch andere Lebensformen genießen den Schutz, die neu geschaffenen ökologischen Nischen oder auch nur das Nahrungsangebot im Wohnbereich des Menschen. Dazu gehören neben Haustieren auch ungebetene Gäste wie Mäuse und Ratten sowie eine Vielzahl von Insekten und Spinnentieren. Des Weiteren ist eine Vielzahl von Mikroorganismen, wie Bakterien, Milben und Pilzen, im Haushalt anzutreffen.
Die Milbe - Auslöser von Allergien
Milben, insbesondere Hausstaubmilben, die hier vornehmlich betrachtet werden, kommen erst in Häusern vor, seitdem der Mensch auf Liegen und Betten schläft, da ihnen mit der Einrichtung des Bettes ein besonders geeigneter Lebensraum geschaffen wurde und Hausstauballergien erzeugen können.
Die meisten der im menschlichen Lebensraum vorkommenden Lebewesen sind mit Ausnahme der Haustiere unerwünscht, da sie zum einen Vorratsschädlinge sind und zum anderen ein gesundheitliches Risiko für Menschen darstellen können. Menschen die eine Milben - Allergie besitzen erhalten durschnittlich nach 7 1/2 Jahren, ohne Behandlung, Asthma.
Das Gesundheitsrisiko besteht darin, dass manche Organismen Krankheitserreger sind oder diese übertragen. Sind sie nicht direkt mit einer Krankheit behaftet, so stellen sie möglicherweise ein hygienisches Problem dar, da Exkremente, abgestorbene Organismen und / oder einzelne Körperteile, wie z. B. Glieder oder Fühler, einen idealen Nährboden für hygienisch bedenkliche Keime schaffen.
Ein weiterer gesundheitsgefährdender-Faktor ist die Produktion Allergie auslösender Stoffe. Zu den Arten, die derartige Stoffe produzieren, gehören neben Tieren mit Fell, wie Hund und Katze, vor allem die verschiedenen im Haushalt vorkommenden Milben, insbesondere die Hausstaubmilbe.
Milben und Schimmelpilzversuchte Zigaretten
"Das Zollkriminalamt in Köln (ZKA) warnt vor gefälschten Marken-Zigaretten, die massenhaft verseucht und verschimmelt sind. Ein Toxikologe des Instituts für Hygiene und Umwelt in Hamburg entdeckte in den Zigaretten lebende und tote Futtermilben, große Mengen Milbenkot und Schimmelpilzspuren, die eine „erhöhte Belastung der Atemwege“ darstellen. Zudem fiel der Tabak durch eine „starke Rauchnote“ auf, kratzte im Hals und schmeckte laut Gutachten nach Fisch."
Quelle: www.Focus.de
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